Lehrpfad Schwingbachtal

Forschung und Umweltbildung im Fokus – die Studienlandschaft Schwingbachtal

Bereits seit 2008 untersuchen Mitarbeiter des Instituts für Landschaftsökologie und Ressourcenmanagement immer wieder den Schwingbach und seine Zuflüsse. „Die Wasserqualität des Schwingbachs ist nach wie vor in einem sehr guten Zustand“, so das Fazit von Dr. Lutz Breuer und seinen Mitarbeitern.

Zweimal pro Woche werden unter der Leitung von Florian Lauer Wasserproben an den Bächen sowie aus dem Grundwasser in der Nähe des Waldkindergartens entnommen. Das aus eigenen Mitteln des Instituts durchgeführte Messprogramm wird auch im Rahmen der studentischen Ausbildung genutzt.  Ziel dabei ist es zu überprüfen, wie sich die Witterung und das landwirtschaftliche Management auf die Stickstoffausträge im Gewässer auswirken.


Informationstafeln und Mitmachexperimente für Erwachsene und Kinder

Neben der Forschung dient das Einzugsgebiet des Schwingbachs aber auch zur studentischen Ausbildung und der örtlichen Umweltbildung. Durch den Aufbau der Studienlandschaft Schwingbachtal und der Einrichtung eines Landschaftslernpfades mit Informationstafeln und kleinen Mitmachexperimenten, konnte die Grundlage für interessante Exkursionen und Veranstaltungen gelegt werden. Entscheidend für die Realisierung des Vorhabens war die Zusammenarbeit mit und das Engagement von Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt. So ist es seiner Meinung nach gelungen „gemeinsam mit der Justus-Liebig-Universität Gießen, eine attraktive Einrichtung für Jung bis Alt zu realisieren“. Mitarbeiter des Instituts um Professor Hans-Georg Frede führen Vorlesungen und Übungen im Gelände durch oder organisieren zusammen mit der Umweltpädagogin Kerstin Sauermann und den Naturscouts Hüttenberg Bachexkursionen.

Weitere Lehrpfade sind geplant

Aber auch schon die Kleinsten vom Waldkindergarten sind fleißig dabei und bestimmen mit einfachsten Mitteln wie kleinen Badeentchen die Abflussgeschwindigkeit oder messen die Tiefe des anstehenden Grundwassers auf der Wiese. Am meisten aber haben sie die unterschiedlichsten Lebensformen sogenannter Makroinvertebraten (wirbellose Tiere) beeindruckt, die man in den heimischen Gewässern hier finden kann. Neben kleinen Erbsenmuscheln, tummeln sich im Schwingbach räuberische Libellenlarven oder auch beeindruckend große Pferdeegel.

Gerade die enge Kooperation der Justus-Liebig-Universität Gießen mit der Gemeinde Hüttenberg soll in Zukunft weiter gefördert werden. Zwei weitere Lernpfade sowohl im Oberlauf in Quellnähe und am Unterlauf des Schwingbachs in der Nähe des Hochwasserrückhaltebeckens sind in Planung. Eine Finanzierung dieser Maßnahme durch externe Fördermittel ist beantragt und wird hoffentlich 2011 ermöglicht.

Konzept zur Studienlandschaft