Bürgernetzwerk Hüttenberg

Die Gemeinde Hüttenberg hat im November 2014 einen Fördermittelbescheid in Höhe von 5118 Euro erhalten. Mit diesem Betrag fördert die Leader-Region Lahn-Dill-Wetzlar das Projekt mit dem Arbeitstitel „Bürgernetzwerk Hüttenberg“, das zum Pilotprojekt für die Region werden könnte. Der Hüttenberger Bürgermeister Christof Heller nahm den Bescheid von Eva Götz von der Abteilung „Ländlicher Raum“ des Lahn-Dill-Kreises im Beisein des Leader-Vereinsvorstandsvorsitzenden Wolfgang Keller, und des Regionalmanagers Günter Schwab entgegen. [Bürgernetzwerk Hüttenberg erhält Fördermittel]

Für das Projekt „Bürgernetzwerk Hüttenberg“ sollen in einer Schulungs- und Veranstaltungsreihe gemeinsam mit den Bürgern und Vereinsverantwortlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die Bereitschaft der Menschen fördern, selbst Verantwortung in der Kommune zu übernehmen, in dem sie ihre persönlichen Fähigkeiten und Ideen in bestehende und neu zu schaffende Angebote in Hüttenberg einbringen können. „Die Unterstützung des Ehrenamtes hat für die Zukunft der Region eine hohe Bedeutung“, erklärte Wolfgang Keller, „ Aus diesem Grund freut sich der Vorstand der LEADER-Region dieses wichtige Projekt zur Kompetenzentwicklung des Ehrenamtes fördern zu können.“ Eva Götz vom Lahn-Dill-Kreis ergänzte: „Durch diese beispielhafte Aktivierung von Ehrenamt in Hüttenberg erhoffen wir uns auch Anregungen für unsere anderen Mitgliedskommunen“.

Die Projektdauer ist auf eineinhalb Jahre angelegt. In dieser Zeit wird die Gemeinde Hüttenberg gemeinsam mit der Moderatorin Dr. Renate Buchenauer aus Marburg in Workshops, Vorträgen und Exkursionen Modellprojekte für ehrenamtliches Engagement kennenlernen und Wege aufzeichnen, wie die Koordination der Freiwilligenarbeit in Hüttenberg künftig aussehen kann. „Am Ende der Projektphase soll eine zentrale Anlaufstelle zur Beratung, Information und auch Qualifikation in Hüttenberg geschaffen sein“ erläuterte Renate Buchenauer. Dass dabei die Vereine einen besonderen Stellenwert haben, werde berücksichtigt, so die Moderatorin: „Wir planen eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Vereinsarbeit macht Schule“, um auch die dort Verantwortlichen in ihrer Arbeit zu unterstützen und in das Projekt einzubinden.“

Bürgermeister Christof Heller betonte, dass Idee zur Schaffung eines Bürgernetzwerks, das langfristig über eine „Talentetauschbörse“ hinausgehen soll, von den Hüttenberger Bürgern selbst formuliert wurde. Im Rahmen des Gemeindeentwicklungsprozesses, der im Jahr 2011 fortgeschrieben wurde, wurde diese Überlegung auf Basis der bereits erfolgreich laufenden Bürgerprojekte wie die Senioren- oder die Kinderwerkstatt und das Dorfcafé angestellt. „Wir haben daraus gelernt, dass es unsere Aufgabe ist, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Bereitschaft unserer Bürger fördern, sich für gewünschte Projekte einzubringen und selbst Verantwortung zu übernehmen. Nur so können wir bestehende Angebote erhalten und neue dauerhaft zum Erfolg führen“, so der Bürgermeister.

In der Gemeindeverwaltung wird die Moderatorin durch Stefanie Gold, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und Strukturförderung, und die Seniorenbeauftragte Andrea Misterek unterstützt. „Gerade erst fand im September unser erstes Hütteinander-Fest statt. Dies war eine Feier, bei der die Freiwilligenarbeit in Hüttenberg und die Menschen, die dies leisten, im Mittelpunkt standen. Wir haben gesehen, wie wichtig es ist, diese engagierten Menschen wahrzunehmen und Ihnen Wertschätzung und Förderung angedeihen zu lassen“, erklärte Stefanie Gold. „Und wir glauben, dass es noch viel mehr Potential für Engagement in unserer Gemeinde gibt. Diese Menschen, die sich einbringen wollen oder die sich Unterstützung wünschen, und das kann ganz unterschiedlich im zeitlichen und thematischen Umfang sein, möchten wir erreichen und Ihnen Angebote machen“, ergänzte Andrea Misterek.

Der Regionalmanager Günter Schwab freute sich für die Gemeinde Hüttenberg: „Von diesem Projekt profitieren die Bürger der Gemeinde Hüttenberg direkt. Die Gemeinde wird für mehr Menschen Heimat und nicht nur Wohnort sein. Und im zweiten Schritt profitiert auch die Region, wenn Hüttenberg, wie schon bei der Seniorenwerkstatt, eigene Erfahrungen an Nachbarkommunen weitergeben kann.“


Bildunterschrift:
Der Förderbescheid wurde in Hüttenberg übergeben: (von rechts) Wolfgang Keller, Christof Heller, Eva Götz, Renate Buchenauer, Günter Schwab, Stefanie Gold und Andrea Misterek