Drei neue Plätze für Weidenhausen und Volpertshausen

„Gelungen!“, lautete das einstimmige Urteil der Mitwirkenden im Arbeitskreis Dorfentwicklung aus den beiden Ortsteilen Weidenhausen und Volpertshausen. Worüber sich die Gruppe während ihres Rundgangs am vergangenen Freitag freute, waren der neu entstandene Dorfplatz in Weidenhausen, die zum Dorfplatz umgestaltete Bushaltestelle Schillerstraße in Volpertshausen und der Wandelpfad durch die Streuobstwiese mit Liegebänken, Hängematte und einer großen Picknickkombination, der zwischen den beiden Ortsteilen gelegen ist. Bei allen drei Plätzen handelt es sich um Stationen auf einem Rundweg, der Volpertshausen und Weidenhausen abseits der viel befahrenen Rheinfelser Straße verbinden soll. Die Aufgabe, die sich der Arbeitskreis gestellt hatte, war, neue öffentliche Plätze entstehen zu lassen, an denen sich Kinder, junge und ältere Einwohner wohlfühlen und gerne treffen.

Bildunterschrift: Der Arbeitskreis Dorfentwicklung testet die neue Picknickkombination an der Streuobstwiese und befindet sie für gelungen.

Die Planung der Freiflächen hatte das Büro für Landschaftsarchitektur Burghammer aus Wetzlar übernommen. Dabei war die Ideenfindung im Kreis der mitwirkenden Bürgerinnen und Bürger mit zahlreichen Sitzungen während der Abendstunden verbunden. Alle Pläne wurden bis ins Detail öffentlich in der Arbeitskreisrunde abgestimmt. „Es war uns wichtig,
gemeinsam mit den Bürgern etwas Neues und Hochwertiges zu schaffen“, erklärte Bürgermeister Heller während des Rundgangs. „So einen schönen Naturerlebnisplatz mitten im Dorf gibt es nur bei uns“, freuten sich dann die auch die Arbeitskreisteilnehmer nicht ohne Stolz über die gelungene Umsetzung ihrer Wünsche.

Eine Aufwertung für beide Dörfer

In Weidenhausen ist in der Dorfmitte, am ehemaligen Containerplatz, ein begrünter und ansprechend gestalteter Aufenthaltsort mit Sitzgelegenheiten entstanden. „Die Bürgergruppe Aktives Weidenhausen wird diesen Platz noch mit einem Büchertauschobjekt ausstatten“, kündigte Ortsvorsteher Martin Breidbach an. Der dafür vorgesehene Standort wurde bereits bei der Planung berücksichtigt. Auch eine ansprechende Beleuchtung wurde eingerichtet. Die Bushaltestelle „Schillerstraße“ in Volpertshausen erhielt ebenfalls moderne Sitzgelegenheiten, eine neue Leuchtstehle, Bodenstrahler und Altstadtpflaster; das Wartehäuschen wurde instand gesetzt. Ortsvorsteher Hans-Gerhard Droß sah dies als Aufwertung der gesamten Ortsmitte: „Besonders in Verbindung mit dem benachbarten Heimatmuseum und dem zusätzlich neu entstehenden Dorfplatz an der Rheinfelser Straße 67 ist dies ein Gewinn für unser Dorf“.

Die Streuobstwiese zwischen den Dörfern mit ihren vielen unterschiedlichen Sitz- und Liegeelementen lädt Kinder und Erwachsene geradezu zum gemütlichen Picknicken und Zusammensein ein. „Hier sind die Wegebauarbeiten noch nicht abgeschlossen. Dies geschieht aber in Kürze“, kündigte Bürgermeister Heller an. Mit der Bauausführung war die Firma Werner aus Limeshain beauftragt worden. Arbeitskreismitglied Elfriede Geier regte eine Seniorenbank am Picknicktisch als Ergänzung an. Auch dies wurde für die weitere Umsetzung notiert.

Für öffentliche und private Investitionen gilt: Antragsschluss ist September 2018

Bildunterschrift: Dorfentwicklung ist intensiv, aber macht auch Freude: Volpertshäuser und Weidenhäuser Bürgerinnen und Bürger entwickeln gemeinsam mit dem Bürgermeister einen Plan für ihre beiden Dörfer

Im Anschluss an den Rundgang wurde im Sitzungszimmer der Kindertagesstätte Volpertshausen der Fahrplan für die weiteren Projekte im Rahmen der Förderperiode besprochen. Das Programm Dorfentwicklung läuft noch bis 2019, wobei die letzten Förderanträge bis zum 30. September 2018 gestellt sein müssen, um noch bewilligt werden zu können. Dies gilt im Übrigen auch für Maßnahmen an privaten Immobilien. Bürger, die im Fördergebiet der beiden Dörfer ein Haus besitzen, können kostenlos über Fördermaßnahmen informiert werden. Dafür hat die Gemeinde einen Beratungsvertrag mit einem Planungsbüro abgeschlossen. Wer über eine Investition nachdenkt, kann sich im Bauamt der Gemeinde unter der Rufnummer 06441/7006-34 über alle weiteren Schritte informieren. Die Förderquote für private Maßnahmen beträgt 35 Prozent der Nettokosten.

Offene Runde an jedem zweiten Donnerstag eines Monats im Rathaus

Um den Schwung der ersten sichtbaren Ergebnisse in den Endspurt der Dorfentwicklung mitzunehmen, finden ab sofort jeweils am zweiten Donnerstag im Monat offene Runden zum jeweils nächsten Planungsschritt im Rathaus der Gemeinde statt. Los geht es am Donnerstag, den 9. März von 17 bis 18 Uhr mit dem Thema „Wegekennzeichnung und weitere Stationen des Rundwegs“. Eingeladen sind alle interessierten Bürger der beiden Dörfer. Das darauf folgende Treffen wird am 6. April zur selben Uhrzeit stattfinden. „Dorfentwicklung ist praktizierte Demokratie, die sich lohnt“, erklärte Christof Heller zum Abschluss der Sitzung: „Jeder Bürger ist aufgefordert, mitzuwirken und Ideen zu entwickeln, wie das Leben im Dorf in Zukunft aussehen soll.“


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