Erinnern. Erhalten. Neu denken.

Kunstausstellung in der Atelierkirche zum Tag des offenen Denkmals

Zum guten Abschluss der Saison 2020 war es der Initiative Atelierkirche Volpertshausen doch noch möglich, mit einem gelungenen Veranstaltungstag in die neue Form der kreativen ortsteil- und vereinsübergreifenden Zusammenarbeit zu starten.

Das Jahr 2020 hatte voller Tatendrang mit zwei Workshops begonnen: Ein ambitioniertes Aktionsprogramm für die Frühjahrs- und Sommersaison in der Atelierkirche war entstanden, darunter morgendliches Qigong, Improtheater am Nachmittag, und Kinoflimmerkiste an Sommerabenden. Und dann kam alles ganz anders.

Mit einem genehmigten Hygienekonzept und auch dank des trockenen Spätsommerwetters konnte das aus Mitgliedern des Freundeskreises Alte Kirche, den Fotofreunden Reiskirchen und weiteren Mitwirkenden bestehende Aktionsteam am hessenweiten Tag des offenen Denkmals die Gartentore und die Kirchportale endlich für Gäste öffnen. Ohne Ateliercafé, dafür aber mit einer schönen Bandbreite an Ausstellern und Werken präsentierte sich die Initiative in und um die im vergangenen September wiedereröffnete ehemalige Dorfkirche.

Ruhig, hell und zurückhaltend ist die Atmosphäre im sorgsam restaurierten Innenraum.
Ganz dem neuen Nutzungskonzept „Atelierkirche“ entsprechend lässt das Gebäude Raum für Kreativität in vielen Spielarten. Die Preisträgerbilder eines Fotografie-Wettbewerbs fanden dort ebenso ein passendes Ambiente wie abstrakte Werke in Acryl und Kreide, ebenso Aquarelle und Ölgemälde, auf denen der aufmerksame Betrachter Motive aus der näheren Umgebung des Dorfes entdecken konnte. Dazu gab es Collagen, Zeichnungen, Portraitfotografien und ebenso kunstvolle wie dekorative Objekte aus gebranntem Ton, schlicht irden oder auch mit Glasur und Mosaiken.

Über den gesamten Sonntagnachmittag hinweg riss der Besucherstrom nicht ab. Viele Gäste aus den umliegenden Ortsteilen hatten das gute Wetter zum Anlass genommen, um eine Wanderung oder eine Fahrradtour nach Volpertshausen zu unternehmen und dort mit dem Heimatmuseum Goethehaus und der Atelierkirche gleich zwei Kulturangebote in fast direkter Nachbarschaft wahrzunehmen. Allen ehrenamtlich Aktiven rund um die Atelierkirche aber auch im Heimatkundlichen Verein Hüttenberg, der das Goethehaus seit Jahrzehnten pflegt, belebt und betreut, macht dieser Zuspruch, aber auch der sorgsame Umgang der Besucher mit all den neuen Begegnungsregeln Mut und Vorfreude für weitere Veranstaltungen unter diesen besonderen Bedingungen.

Spätestens im kommenden Frühjahr geht es weiter in und an der Atelierkirche: Dann steht der Verkauf des ehemaligen Kirchenmobiliars auf dem Aktionskalender. Wir informieren Sie im Mitteilungsblatt und über die Website der Gemeinde rechtzeitig über die zum Verkauf stehenden Objekte, die Mindestpreise und den Ablauf der Veranstaltung.

 Foto: Dr. Wolfgang Gebhard

 

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