Mitten im Dorf, direkt hinter dem Goethehaus Volpertshausen, war seit 1973 die Alte Viehwaage in einem Garagenbau untergebracht. Erst nach 1989 wurde die Garage geräumt und diente fortan als Materiallager für das Heimatmuseum. Bis vor Kurzem war sie unverputzt und nicht besonders schön anzusehen.

Alte Viehwaage früher

Das hat sich mittlerweile geändert, denn es gibt ja die „Donnerstagsmänner“ vom Heimatkundlichen Verein Hüttenberg. Mit Fachwissen, handwerklichem Geschick und einer großen Portion ehrenamtlicher Motivation haben sie dem kleinen Gebäude in rund 80 Stunden Arbeitseinsatz ein neues Aussehen verschafft.

Werner Ludwig, der 1. Vorsitzende des Vereins, hatte bei seinen Recherchen im Gemeindearchiv auf einer Zeichnung Hinweise darauf entdeckt, dass die Viehwaage an ihrem ursprünglichen Standort an der Rheinfelser Straße seit 1903 unter einer Holzkonstruktion gestanden hatte. 1973 musste die Viehwaage dort für eine Trafostation Platz machen, die der gestiegene Energiebedarf im Ortsnetz Volpertshausen notwendig gemacht hatte. Für die Viehwaage  wurde ein neuer Standort hinter der Scheune des Goethehauses gefunden. So entstand die Idee, auch für die Instandsetzung des neueren Gebäudes das Material Holz zu wählen. Das Garagentor erhielt einen neuen Anstrich und auch ein Schild wurde entworfen und angebracht; denn wie viele Menschen im Dorf wussten wohl noch, was sich in diesem kleinen Nebengebäude einst verbarg? Das Dach der Alten Viehwaage wurde bereits im Jahr 2020 erneuert.

Die Materialkosten von fast 1400 Euro hat der Heimatkundliche Verein Hüttenberg übernommen.

Vielen Dank an das tatkräftige Einsatzteam.

 

Donnerstagsarbeiter an der Alten Viehwaage

Bildunterschrift: Die „Donnerstagsmänner“ von links: Dr. Jan Neumann, Richard Kolb, Karl-Heinz Sellmann, Gunter Volk und Werner Ludwig vor der renovierten Garage.

 

 

 

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