Projekt der Dorfentwicklung ist fertiggestellt

Den Spielplatz in der Borngasse gibt es bereits Jahrzehnte, aber so richtig einladend war er schon lange nicht mehr. Das ist jetzt anders. Ein offenes Baumhaus mit verschiedenen Plateaus, Rutsche und rund herum angeordneten Kletter- und Spielmöglichkeiten nimmt nun fast den gesamten Platz um die große Linde herum ein. Es ist nicht irgendein Baumhaus, sondern eines, das genau für diesen Ort entworfen und gebaut wurde. Das sieht besonders aus und es steckt auch ganz viel Überlegung darin: Zum Beispiel, dass schon kleine Kinder über die breiten Ebenen gefahrlos bis nach oben gelangen können. Und auch, dass größere Kinder dort bestimmt gerne mal abhängen werden. Und dann ist es ja auch ein echtes Baumhaus, mit einem richtigen Baum darin, solide und gleichzeitig ein kleines bisschen windschief, als hätte ein Kind es gezeichnet.

„Das war Absicht“, schmunzelt Bürgermeister Christof Heller beim Pressetermin in dieser Woche und fügt hinzu, „für viele, die mitgewirkt haben, war dieses Projekt eine Herzensangelegenheit“. „Wir als Dorf sind richtig glücklich mit diesem Ergebnis“, bestätigt Ortsvorsteher Martin Breidbach, „dafür hat sich die Arbeitsgruppe über einen langen Zeitraum auch wirklich oft getroffen.“ Dass bei diesem Ideenteam auch Anwohner der umliegenden Straßen und zuletzt auch Jugendliche der Spielplatzkommission Hüttenberg rund um Gemeindevertreter Erich Schmidt mitgewirkt haben, habe sicherlich auch zum Gelingen beigetragen, so der Bürgermeister. Dieser bedankte sich ausdrücklich auch beim Amt für Dorf- und Regionalentwicklung des Lahn-Dill-Kreises, das die beiden Dörfer durch mittlerweile fast zehn Jahre Dorfentwicklung begleitet.

Ein Spielplatz mit Alleinstellungscharakter für Kinder aus allen Hüttenberger Ortsteilen

Für die Planung verantwortlich war das Büro für Landschaftsarchitektur Burghammer aus Wetzlar. Geschäftsführer Matthias Burghammer nahm die ursprüngliche Idee, ein Schiff als zentrales Spielgerät zu gestalten, aus der Bürgergruppe auf und entwickelte sie weiter als Baumhaus inmitten der großen Linden. Diese Variante fand sofort Zustimmung. Bis zur Fertigstellung vergingen dann noch drei Jahre, was der Bereitstellung von Haushaltsmitteln, aber auch der Chronologie der Dorfentwicklung geschuldet ist. Heike Rast vom Bauamt der Gemeinde Hüttenberg koordinierte die Ausführungen und auch die Bauhofmitarbeiter haben etliche Arbeiten übernommen, um Kosten einzusparen. Der Abbruch der alten Spielgeräte, der neue Zaun und auch der barrierearme Zugang wurden als Eigenleistung umgesetzt. „Wir werden nun noch Sitzgelegenheiten auf der Mauer anbringen und eine Picknickgarnitur für die Eltern aufstellen“, kündigte Bauhofleiter Edwin Reinl an.

Die Gesamtkosten für den Spielplatz betragen rund 67.000 Euro, darin sind auch die ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste genannte Hängematte, der Fallschutz, das Modellieren der Fläche, der Zaun und die Sitzgelegenheiten enthalten. Die Bezuschussung durch das Hessische Förderprogramm Dorfentwicklung beläuft sich auf 43.414 Euro. „Da ist etwas richtig Gutes entstanden“, freut sich die stellvertretende Ortsvorsteherin Svenja Schmidt, die die vier Monate alte Marie-Luise mitgebracht hatte. „Wir nutzen diesen und die anderen in der Dorfentwicklung entstandenen Plätze gerne und treffen dort auch immer öfter Familien aus den anderen Ortsteilen der Gemeinde.“ „Es spricht sich rum, wenn etwas gelungen ist“, fügt auch der Bürgermeister hinzu, „genau das ist Dorfentwicklung“.

Bildunterschrift:

Von rechts: Bürgermeister Christof Heller, Erich Schmidt für die Spielplatzkommission, die Ortsvorsteher Svenja Schmidt (mit Marie-Luise) und Martin Breidbach sowie Bauhofleiter Edwin Reinl im, am und auf dem neuen Baumhaus in der Borngasse in Weidenhausen

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