Das Hessische Umweltministerium hat am 18.07.2022 die erste von zwei Alarmstufen, Alarmstufe A, für die Forstverwaltung in Hessen ausgerufen.

Die Aussicht auf ein Anhalten der Wetterlage ohne ergiebige landesweite Niederschläge macht diesen vorsorgenden Schritt erforderlich. Für die nächste Zeit besteht nach aktuellen Prognosedaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hessen überwiegend hohe Waldbrandgefahr. Weite Teile Hessens sind seit Wochen ohne größere Niederschläge geblieben. Auch die nicht nennenswerten Niederschläge, führten zu keiner anhaltenden Verbesserung der Situation.

Bereits die schwierigen Bedingungen der Jahre 2018 bis 2020 mit umfangreichen Sturm-, Trocken- und Borkenkäferschäden haben den Wald stark belastet. Durch die aktuelle Witterung sind die Oberböden im Wald weitestgehend ausgetrocknet. Das inzwischen stark ausgetrocknete Kronenrestholz, Reisigmaterial und abgestorbene Bäume bilden in vielen Teilen des Landes ein leicht entzündbares Material. Das Ministerium bittet daher alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit.

Bereits bestehende Einschränkungen sind unbedingt einzuhalten. Im Ausnahmefall ist auch die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und Waldflächen nicht ausgeschlossen. Mit dem Ausrufen der zweithöchsten Alarmstufe wird unter anderem sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Waldbereiche verstärkt überwacht werden. Zusätzlich dürfen alle Grillhütten in der Gemeinde Hüttenberg bis auf weiteres nicht genutzt werden. Die Rettungsleitstelle Lahn Dill hat bei Feuermeldungen außerhalb geschlossener Ortschaften, die Alarmierung der ersten Feuerwehreinheiten vorübergehend erhöht.

 

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