Im Wald wächst wieder etwas…Forstprojekt von Gemeinde und Unternehmen

Wer regelmäßig in der Natur unterwegs ist, kann es nicht übersehen: Große Teile der Fichtenbestände im Hüttenberger Wald sind in den Jahren 2018 und 2019 Windwurf, Trockenheit und Käferbefall zum Opfer gefallen. Diese Bestände stammten überwiegend aus Nachkriegsaufforstungen für die zukünftige Versorgung der Bevölkerung mit Bauholz. So auch an der „Alten Bahn“, wie der Forstweg zwischen dem Waldtaggelände und Vollnkirchen immer noch umgangssprachlich genannt wird.

Die Forstwirte haben in Zusammenarbeit mit Forstunternehmen in großen Teilen bereits abgestorbene Bäume gefällt und Areale geräumt. Hierbei stehen Verkehrssicherungsmaßnahmen im Vordergrund. Revierförster Lutz Herbel hat einen genauen Plan für die Aufforstung der Schadensflächen, um den Hüttenberger Wald an das sich verändernde Klima anzupassen: Wo wird neu gepflanzt, welche Baumarten werden ausgewählt und in welchen Bereichen soll sich der Wald auf natürliche Weise regenerieren. Gemeinsam mit Bürgermeister Christof Heller werden Fördermittel von Land und Bund beantragt; auch ein Bürgerwald aus Spenden ist eine der Ideen für die kommenden Jahre.

Patenschaft zur Aufforstung von Brennstofflieferant Tilly Hedrich übernommen

In diesen Wochen startet ein weiteres Projekt, für das die Firma Tilly Hedrich die Patenschaft übernommen hat. Direkt an der „Alten Bahn“ entsteht auf ca. einem halben Hektar ein neuer Mischwald. Forstamtmann Lutz Herbel hat gemeinsam mit Geschäftsführerin Lena Mehl-Trappmann die zu pflanzenden Baumarten ausgesucht: Roteiche, Winterlinde, Vogelkirsche, gruppenweise werden Küstentannen beigemischt. „Man kann es sich vorstellen wie einen kanadischen Sommer“, so der Revierförster und fügt hinzu, „ein bisschen Geduld muss man schon haben, bis sich alles sich gut entwickelt hat“.  Die Fläche ist bereits eingezäunt, um die jungen Bäume vor Verbiss zu schützen. In den nächsten Tagen geht es dann los mit der Pflanzung. Sebastian Mehl, Geschäftsführer der Firma Tilly Hedrich ist überzeugt, dass dieses Projekt genau zum Konzept des Brennstofflieferanten passt: „Hier in dieser Region sind unsere Wurzeln, also soll auch unsere Unterstützung Wurzeln schlagen, so dass Neues entstehen kann.“ Bürgermeister Christof Heller begrüßt das Engagement des Unternehmens. „Eine Aufgabe, wie sie uns die Natur hier gestellt hat, können wir nur mit einem langfristigen Plan und vereinten Kräften bewältigen“, so der Rathauschef.

Bildunterschrift:  Noch sieht es wüst aus, aber das soll sich bald ändern: Bürgermeister Christof Heller (links im Bild) sowie Lena Mehl-Trappmann und Sebastian Mehl (Bildmitte) begutachten beim Ortstermin die Fläche, auf der der neue Mischwald entstehen soll. Gemeinsam mit Johannes Jung (rechts im Bild), Forststudent im studienbegleitenden Praktikum, erklärt Revierförster Lutz Herbel, dass zwischen den neuen Pflanzen zum Teil Totholz liegen bleibt, damit der Boden mit Nährstoffen angereichert wird. Uta Trappmann hatte das Projekt seitens des Unternehmens mitangestoßen, war am Ortstermin jedoch verhindert.

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