Das Wetter spielt nicht mit: Umleitung in Rechtenbach bis Januar 2019

Seit Anfang Juli ist die Frankfurter Straße in Rechtenbach eine Baustelle. Der Kanal musste im Bereich vom unteren Kreisverkehr bis zur Einmündung der Gießener Straße saniert werden. Nachdem der zunächst für November angekündigte Abschluss der Bauarbeiten nicht eingehalten werden konnte, wird es nun auch zum Jahresende nichts mit der Freigabe für den Verkehr. „Alle beteiligten Behörden und Unternehmen haben sich in´s Zeug gelegt, um die Arbeiten noch vor Weihnachten fertigzustellen“, erklärt Bürgermeister Christof Heller, „und jetzt spielt das Wetter nicht mit: Es ist einfach zu kalt, um die letzte Asphaltschicht auftragen zu können“. Mindestens plus sechs Grad Celsius muss die Temperatur dauerhaft betragen, damit eine tragfähige Asphaltschicht eingebaut werden kann. Mit den derzeitigen nächtlichen Minusgraden und den Temperaturen tagsüber knapp über null ist dies nicht möglich: Die Arbeiten müssen verschoben werden, die Sperrung und damit die Umleitung des Verkehrs über die Gießener Straße bleiben über die Festtage bestehen. Hinzu komme ein organisatorisches Problem, so Reinhard Lißfeld vom Bauamt der Gemeinde: „Die Asphaltmischwerke sind in den ersten drei Januarwochen wegen jährlicher Inspektionsarbeiten nicht in Betrieb.“ Frühester Termin für das Auftragen der Asphaltdecke wäre somit der 21. Januar – bei geeigneten Temperaturen.

„Natürlich haben wir zuerst überlegt, die Sperrung und die Umleitung bis zur möglichen Fortsetzung der Arbeiten aufzuheben, denn die jetzt sichtbare untere Asphaltdecke, die sogenannte Tragschicht, konnte bereits in der laufenden Woche eingebracht werden “, erläutert Christof Heller und ergänzt: „Wir hätten den Anwohnern der Gießener Straße damit gerne eine Atempause zwischen den Arbeitsabschnitten gewährt. Nun müssen wir noch weiter um Geduld bitten.“

Die Sperrung kann aus bautechnischen Gründen nicht über den Jahreswechsel aufgehoben werden

Aus bautechnischen Gesichtspunkten war eine Aufhebung allerdings nicht möglich. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Der Schwerlastverkehr kann nicht über die rohe Tragschicht geführt werden, ohne damit größere Schäden in Kauf zu nehmen. Weiterhin kann der Winterdienst, sofern es schneit, nicht mit den Räumfahrzeugen über die Tragschicht fahren, da diese durch das Räumschild erheblich beschädigt würde. Gleiches gilt auch für Rinnenplatten, Kanaldeckel und Hydranten.

„Da die Sperrung aus diesen Gründen aufrechterhalten werden muss, bleiben wir aber handlungsfähig und können schnellst möglich reagieren, wenn die Bauarbeiten ab der 4. Januarwoche wieder starten können und das Wetter es zulässt“, erklärt Bürgermeister Heller die weiteren Überlegungen und ergänzt: “Wir alle, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger und vor allem auch die Anwohner, wollen einfach nur, dass es jetzt bald vorbei ist.“

Hintergrund: Die Straßenseite der Frankfurter Straße, unter der keine Rohre liegen, sollte in der letzten Bauphase oberflächlich mit saniert werden. Die obersten Schichten wurden abgefräst. Dabei stellte sich heraus, dass die darunter liegende Tragschicht viel zu dünn und bereits stark beschädigt war: Die neue Asphaltdecke wäre binnen kürzester Zeit wieder zur Buckelpiste geworden. Als Folge musste diese Tragschicht abgetragen und erneuert werden. Der für Ende November geplante Abschluss der Bauarbeiten war infolge der zusätzlichen Arbeiten nicht möglich.


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