MIt dem Beschluss der Gemeindevertretung am 10. Februar 2026 ist die Bewerbung der Gemeinde Hüttenberg um Aufnahme in das Hessische Dorfentwicklungsprogramm vollständig.

HIer können Sie das Kommunale Entwicklungskonzept lesen, herunterladen, ausdrucken: KEK Hüttenberg Final

HINTERGUND:

Der Gemeindevorstand wurde durch Beschluss der Gemeindevertretung vom 19.05.2025 mit der Erstellung eines Kommunalen Entwicklungskonzepts für die Gemeinde Hüttenberg beauftragt.
Das sogenannte KEK.

Ziel war und ist die Aufnahme in das Hessische Förderprogramm Dorfentwicklung.

Anders als wir es von anderen Förderanträgen kennen, wird hier kein einzelnes Projekt per Formular beantragt. Ein ganzer Ortsteil soll gefördert werden, zwei Dörfer.

Es geht um Investitionen, vor allem geht es aber um das Zusammenleben, um Treffpunkte, Gemeinschaft, Zukunft.

Das Land Hessen fordert für das Aufnahmeverfahren in die Dorfentwicklung ein komplettes Kommunales Entwicklungskonzept als Bewerbungsgrundlage.

Die Gemeinden sind darin aufgefordert, alle Ortsteile im Einzelnen zu betrachten im Hinblick auf Bevölkerungsentwicklung, Infrastruktur, soziale und kulturelle Angebote, Chancen, Risiken.

Dabei soll  ein Förderschwerpunkt herausgearbeitet werden, in dem – bei Aufnahme in das Programm – konkrete Veränderungsprozesse angeschoben und durchgeführt werden.

Das Kommunale Entwicklungskonzept für die Gemeinde Hüttenberg wurde durch das Institut für Regionalmanagement, Gießen erarbeitet und fertiggestellt.
Förderschwerpunkt soll der Ortsteil Hüttenberg sein. Mit Ortsteilen Volpertshausen-Weidenhausen, Vollnkirchen und Reiskirchen haben wir bereits an diesem Programm erfolgreich teilgenommen.

Unser KEK 2025 wurde – damals noch als Entwurf – bereits im Rahmen der Dorfmoderation in den Bürgerstuben als Abschlusspräsentation vorgestellt.

Weiterhin fand eine öffentliche Vorstellung mit Fragerunde im Haupt- und Finanzausschuss im Januar statt.

Mit der Einreichung der Antragsunterlagen bewerben wir uns um die Aufnahme in ein Förderprogramm, das sich über 6 Jahre erstreckt. Es gibt nur wenige Förderplätze, deshalb konkurrieren wir mit anderen Kommunen.

Wie geht es weiter?

Die Förderbehörde erwartet im Kommunalen Entwicklungskonzept  zu erkennen, dass Hüttenberg seine Hausaufgaben gemacht hat:
Wo sind wir gut? Wo gibt es Entwicklungspotential? Welche ersten Ideen gibt es dazu? Welche Ziele können wir damit erreichen?

Nur so kann die Förderbehörde entscheiden, welche Kommune förderwürdig ist und welche Kommune ausscheidet.
Es geht hier also erst einmal nur darum, die Eintrittskarte in das Programm zu ziehen.

Sofern Hüttenberg eine Zusage erhält, startet der Planungsprozess komplett neu.
Jede einzelne der im KEK vorgestellten Ideen wird mit Politik, Verwaltung und Bürgerschaft komplett neu aufgerollt, geplant, diskutiert, kalkuliert und der GVT zur Entscheidung vorgelegt.

Was macht dieses Förderprogramm so besonders?

Punkt 1: Wir machen das gemeinsam.
Ortsteile, die die Dorfentwicklung durchlaufen haben, verändern sich tiefgreifend. Ohne Bürger und Bürgerinnen geht hier gar nichts. Die vielen Treffen, Planungswerkstätten und Austausche führen immer zu einem neuen Miteinander und setzen Engagement und Ideen frei, von denen wir jetzt in dieser Phase noch gar nichts wissen. Das letzte Wort für jedes Einzelprojekt hat die Politik. Kein Einzelantrag erfolgt ohne Beschluss.

Punkt 2: Wir haben Zeit.
Hier nichts geholpert. Wir können innerhalb unserer Vorschläge variieren, so wie es in räumlichen und gestalterischen Kontexten Sinn macht. Natürlich fangen wir nicht an, in der Neuen Mitte umzusetzen, solange nicht klar ist, was mit der Halle geschieht. Dass wir mit einer Machbarkeitsstudien aber parallel mitdenken, sollte selbstverständlich sein. Schließlich wollen wir am Ende der 6 Jahre Ergebnisse vorweisen und eine Neue Mitte mit Halle und Umfeld aus einem Guss einweihen können.

Punkt 3: Dorfentwicklung Hüttenberg ist mehr als die NEUE MITTE.
Der Jugendtreff am Sportlerheim und weitere Natur- und Freizeitangebote sind auf unserer Agenda. Wann wir mit welchem Projekt starten, darüber wird nach der Aufnahme in das Programm beraten. Es schadet jedoch nicht, bei großen und langfristigen Projekten, parallel an mehreren Ideenwerkstätten zu arbeiten.

Punkt 4: Es gibt zwei Fördertöpfe.
Neben den öffentlichen Projekten stehen hohe Fördersummen für private Investoren zur Vergabe. Innerhalb der alten Ortskerne von Hochelheim und Hörnsheim bietet das Programm Chancen für viele Hauseigentümer. Die kostenlose Erstberatung und Visualisierung durch ein Architekturbüro ist ein Riesen-Bonus. Hinterher wird für viele klarer, ob sie investieren möchten, wie es werden könnte, welche Varianten es gibt, was das kosten kann. Unser Hüttenberg wird sich auch dadurch verändern.

Die Fördermittel für private Investitionen laufen übrigens komplett separat von den öffentlichen Projekten und schmälern die Fördersummen nicht.

 

X